Kulturzentrum Parksäle


Kurzdarstellung

Das Kulturzentrum Parksäle befindet sich zentrumsnah in der Großen Kreisstadt Dippoldiswalde ca. 20 km südlich der Landeshauptstadt Dresden und wird als Regiebetrieb im Haushalt der Stadt geführt.
Der große Saal wurde im Jahr 2004 rekonstruiert, mit modernen Künstlergarderoben und Bühneneinrichtungen ausgestattet und gehört zu den wenigen Häusern des Landkreises, der für Veranstaltungen bis zu 500 Personen geeignet ist. Neben Konzerten, Theatervorstellungen, Tagungen können auch Bälle und andere gesellschaftliche Ereignisse stattfinden.
Im Jahr 2014 wurde nun auch der kleine Saal modernisiert und den heutigen Anforderungen angepasst. Der Raum bietet jetzt optimale Voraussetzungen zur Durchführung kleinerer Konzerte, Kabarett, Lesungen, für Puppentheater oder Vorträge. Die Möglichkeit der Einmietung wird von verschiedenen Vereinen und Firmen gern genutzt.
Im Kulturzentrum arbeiten der Osterzgebirgische Kunstverein e.V., die Kunst- und Musikschule Dippoldiswalde e.V., der Friedrich-Silcher-Chor sowie der Dippser Faschingsverein.
Eine separate Gaststätte, die verpachtet ist, kann von unseren Besuchern genutzt werden und übernimmt die gastronomische Versorgung von Veranstaltungen des Kulturzentrums.


Die historische Entwicklung

Die Parksäle haben eine lange Tradition als Veranstaltungshaus in Dippoldiswalde.
Um 1824 war das Schießhaus Eigentum der Schützengesellschaft. Zehn Jahre später gab es bereits einen Kegelschub(= Kegelbahn). Etwa 1860 wurde ein großer Saal errichtet. Die Fenster hatten eine Höhe von rund 3,6 Meter. Der Saal diente vermutlich für die verschiedenen Tanzabende. 1912 wird dann mit "Ballsaal und Kegelbahn" für das Schützenhaus geworben. Der Saal sowie das Vereinszimmer waren umgebaut und vergrößert wurden und auch eine neue Kegelbahn wurde gebaut. Zu dieser Zeit diente das Lokal ebenfalls einigen Müllerschülern zum Mittagessen. Mit "Tanzpalast und Schützenhaus" wurde für Tänze geworben und auch der Pavillon diente zum Dielentanz. Im Jahr 1930 entstand im Außenbereich ein Tanzpavillon mit Biergarten.
In der Zeit des 2. Weltkrieges war der Gasthof geschlossen und zu einem Lazarett umfunktioniert. Schon 1946 wurden wieder regelmäßig große Veranstaltungen im Saal durchgeführt. Die Bevölkerung sehnte sich nach Spaß und Kultur. Oftmals war die FDJ Organisator der zahlreichen Darbietungen. Zu dieser Zeit hatte der große Saal ein Fassungsvermögen von bis zu 1000 Personen, der kleine Saal reichte für etwa 100 Gäste. 1952 wurden die Parksäle erst durch die Stadt, dann durch die HO verwaltet. Nun wurde der Saalkomplex zum Kreiskulturhaus und die Gaststätte durch die HO ("Handelsorganisation", staatlicher Einzelhandelsbetrieb der DDR) mit wechselndem Erfolg bewirtschaftet.
Nach der Wende 1989 wurden die Parksäle als Kulturzentrum in der Trägerschaft des Landkreises betrieben. Bereits im Jahr 1997 wurde über eine Rekonstruktion der Veranstaltungsstätte nachgedacht. Der endgültige Beschluss zur Modernisierung ist dann zur Kreistagssitzung 2001 gefallen. Es wurde geplant, in drei Bauabschnitten die Grundleitungen für die Gaststätte zu verlegen, den Saal zu renovieren und ein Bühnenhaus anzubauen. Die Bauarbeiten in Höhe von 2,3 Millionen Euro konnten im Februar 2005 erfolgreich abgeschlossen werden. Dem Kulturzentrum steht nun ein mit moderner Veranstaltungs- und Sicherheitstechnik ausgestatteter Saal sowie ein Bühnenhaus mit mehreren komfortablen Künstlergarderoben zur Verfügung.
Nach dem Umbau wurden die Parksäle 2005 durch Erbbaupachtvertrag an die Stadt Dippoldiswalde übergeben. 2007 erfolgte in einer weiteren Baumaßnahme die Erneuerung und Erweiterung der Toiletten sowie der Einbau einer Behindertentoilette.


Zielsetzung

Das Kulturzentrum Parksäle bietet den Besuchern regelmäßig anspruchsvolle und unterhaltsame  Kulturveranstaltungen.Bekannte und neue Künstler wechseln sich mit ihren Programmen ab. Regelmäßig sind Familien und Kinder zu Veranstaltungen eingeladen. Mit unserer Auswahl möchten wir verschiedene Zielgruppen erreichen.
Das Angebotsspektrum umfasst neben Konzertveranstaltungen, Musicals und Kabarett auch die Tanzschule und Bälle, Schuleinführungen und Jugendweihen sowie Angebote im Jazz- und Unterhaltungsbereich.
Die Fortsetzung der Konzertreihe „Meisterinterpreten“ im 40. Jahrgang ist ein Beispiel für Bewahrung und Pflege traditioneller regionaler Kulturtraditionen.
 

Akzeptieren

Cookies helfen uns bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Erfahren Sie mehr